der evangelischen Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim 2006
Ein Wort vornweg
1. Genese der Konzeptentwicklung
1.1. Erste Bestandsaufnahme
1.2. Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit
2. Jugendarbeit im Wandel
2.1. Ehrenamtliche im Bereich Jugendarbeit
2.2. Inhaltliche Veränderungen gegenwärtiger Kinder- und Jugendkultur
2.3. Arbeitsfelder der Evangelischen Jugendarbeit
2.4. Hauptberufliche Mitarbeiter
3. Prioritätenbildung
4. Planung und Ausblick der Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim
Anhang Tätigkeitsbericht 2005 Auflistung der Arbeitsbereiche 2005

Ein Wort vornweg
Das Dekanat Ingelheim in der ländlich geprägten Weinbauregion der Propstei Rheinhessen gelegen, hat etwa 33.000 Gemeindeglieder und mehrere kleinstädtische Zentren wie Ingelheim, Bingen und Nieder-Olm.
Die vorliegende Konzeption ist eine „lebendige Konzeption“, eine Konzeption im Wandel der Zeit.

1. Genese der Konzeptentwicklung
Im Frühjahr 2004 erfolgte ein erstes Gespräch mit der Fachberaterin Frau Schuster-Haug, dem Referenten für pädagogische Ausbildung Herrn Lieske, Frau Präses Veerhoff und Frau Dekanin Stegmann zum gemeindepädagogischen Sollstellenplan und der zukünftigen Konzeption der Jugendarbeit im Dekanat.
Die in der Synode gegründete Arbeitsgemeinschaft (AG) und die Vorsitzenden der EJVD trafen sich im April und Mai 2005 zu Gesprächen über den gemeindepädagogischen Sollstellenplan.
Eine Gemeindebefragung zur Jugendarbeit vor Ort zu einer ersten Bestandsaufnahme durch den DSV erfolgte im August 2005. Diese wurde durch den DSV und die AG ausgewertet im September 2005.
Mehrere Treffen der AG zur Konzeptentwicklung fanden im September und November 2005, Februar und Juni 2006 statt.
An diesen Gesprächen nahmen teil: die AG Jugendarbeit des Dekanates, die beiden Jugendvertreterinnen des Dekanates, Pfarrer Esders-Winterberg als beauftragter Pfarrer für die Jugendarbeit, die Hauptamtlichen im Bereich Jugendarbeit Frau Breideband, Herr Albers-Heinemann, Herr Heuser und Frau Dekanin Stegmann.

Erste Bestandsaufnahme
Der Dekanatssynodalvorstand beriet im Frühsommer 2005 die Schritte zur Konzeptentwicklung im Bereich der evangelischen Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim.
Diese sollte sich in verschiedene Abschnitte gliedern:
Zunächst einmal erschien es dem DSV sinnvoll, eine Bestandsaufnahme der Jugendarbeit vor Ort zu erstellen. Dazu wurden im August 2005 die Kirchengemeinden angeschrieben, mit der Bitte, die folgenden Fragen zu beantworten: „Wie findet in Ihrer Gemeinde Jugendarbeit statt?“ „Welche Unterstützung wünschen Sie sich von Seiten des Dekanates?“
Nach Eingang der Antworten wurden diese zunächst vonseiten des DSVs gesichtet und ausgewertet.
Von 19 angeschriebenen Gemeinden ergingen 16 Antworten an den DSV; die fehlenden drei Gemeinden antworteten auch nach erneuten Rückfragen leider nicht, allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass zwei Gemeinden zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme vakant waren.
Im Anhang dieses Konzeptes sind die Antworten der Gemeinden beigefügt, hier nun zusammenfassend die Rückmeldungen:
„Wie findet in Ihrer Gemeinde Jugendarbeit statt?“
Zusammenfassend beziehen sich die Rückmeldungen auf folgende Bereiche:
Zur Frage „Jugendarbeit in der Gemeinde“:
- Krabbelgottesdienste, Kindergottesdienste, Jugendgottesdienste
- Kindergruppe, Kindertreff
- Konfirmandenarbeit
- Jugendclub, Jugendtreff, offene Jugendarbeit
- projektorientierte Jugendarbeit
- „high lights“: Grillnacht, Bowlingabend, Nacht der Lichter, Kirchenkino
- Freizeiten: Kanufahrten
- Gemeindebücherei mit besonderem Angebot und Schwerpunkt für Kinder und Jugendliche.
- Pfadfinderarbeit in zwei Gemeinden
- eine Kirchengemeinde bietet in einem Zeitraum von drei Jahren zwischen Grundschule und Beginn des Konfirmandenunterrichtes drei Grundkurse an:
Grundkurs „Konfirmation in vier Jahren: Biblische Geschichten“,
Grundkurs „Konfirmation in drei Jahren: Was gilt für uns?“,
Grundkurs „Konfirmation in zwei Jahren: Gemeinde – wie geht das ?“
- Gemeinde-Jugendausschuss
- kommunale Jugendarbeit mit punktueller Beteiligung der Kirchengemeinde

„Welche Unterstützung wünschen Sie sich von Seiten des Dekanates?“
Zusammenfassend ergaben sich folgende Rückmeldungen:
- Mitarbeitende zur Unterstützung des regelmäßigen Jugendtreffs gewinnen
- engen Kontakt zu den Mitarbeitenden und Vertretern der Jugendarbeit
- Vernetzung zwischen mehreren regional nahe gelegenen Gemeinden fördern
- Anregungen für projektbezogene Jugendarbeit
- Schulungsangebote für junge Mitarbeitende
- Informationen über vorhandenes Material
- zentrale Jugendveranstaltungen, punktuelle Angebote für Jugendliche
- Angebote an die Gruppe im Anschluss an die Konfirmation, die von Professionellen betreut werden
- erlebnispädagogisch orientierte Angebote während der Konfirmandenzeit

Zitat aus einer Rückmeldung:
„Wir sind sehr zufrieden mit der guten Arbeit des Dekanatsjugendbüros und wünschen uns, dass dieses ausreichende Mittel hat, um seine Arbeit in gewohnter Qualität weiterzuführen.“

1.2. Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit
Im April und Mai 2005 befasste sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) für die Jugendarbeit mit dem Sollstellenplan im gemeindepädagogischen Dienst.
Nach Eingang der Gemeindebefragung stieg die AG zunächst in die Phase der Konzeptentwicklung ein, wobei ausführlich über themenorientierte oder personenorientierte Anbindung der Gemeinden zu den Mitarbeitenden im gemeindepädagogischen Dienst diskutiert wurde.

Jugendarbeit im Wandel
Zum Charakter der Jugendarbeit gehört es, dass sie sich immer wieder im Aufbau und im Wandel befindet, so auch die evangelische Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim, die durch die unterschiedlichsten strukturellen Veränderungen, wie z. B. Personalwechsel, Umzug des Dekanatsjugendbüros und Übertragung einer Stelle auf das Dekanat, geprägt ist.
Jugendarbeit ist jedoch nicht nur äußerlich immer wieder Veränderungen unterworfen, sondern auch inhaltlichen und personellen im Bereich der Ehrenamtlichen.

Ehrenamtliche im Bereich Jugendarbeit
Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit ist das größte Potential die personelle Ressource, die wir in den ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Kirchengemeinden vor Ort haben. Diese bilden die Grundstruktur der Evangelischen Jugend. Sie leisten die Arbeit vor Ort, weil sie selber gute Erfahrungen mit Kirche zurück blicken können. Durch das eigene positive Zugehörigkeitsgefühl zu einer Kindergruppe oder zum Kindergottesdienst, der Jugendgruppe oder dem Konfirmandenjahrgang erfahren Jugendliche eine Heimat, die sie auch im jungen Erwachsenenalter meist nicht aufgeben möchten. Diese Menschen sind durchaus bereit, Verantwortung für einen überschaubaren Bereich zu übernehmen. Durch entsprechende Ansprache, Qualifizierung und Förderung sind sie für unterschiedliche Aufgabenbereiche zu motivieren. Dies gelingt überwiegend dort, wo Menschen sich jener Ehrenamtlichen vor Ort annehmen und begleiten.
Ein Problem besteht darin, dass dies aufgrund der Dekanatsgröße nicht in allen Gemeinden von den Jugendreferenten gleichermaßen wahrgenommen werden kann, in den Gemeinden jedoch seitens der Hauptamtlichen kaum Kapazitäten dafür zur Verfügung stehen.

Inhaltliche Veränderungen gegenwärtiger Kinder- und Jugendkultur
Kinder- und Jugendarbeit setzt sich auseinander mit Veränderungen, die in verschiedenen Jugendstudien benannt werden und auch im Dekanat Ingelheim Einzug halten. Drei davon seien hier kurz benannt: Veränderung der Kommunikationsstruktur aufgrund neuer Medien, insbesondere Handy (SMS) und Computer (e-mail; chat-room)Schwerpunktverlagerung im Bezug auf die Medien (Themen bleiben, Medien ändern sich)
Rückgang langfristiger Bindung, Verbindlichkeit verändert sich

Arbeitsfelder der Evangelischen Jugend
Durch die oben beschriebenen Grundvoraussetzungen ergibt sich eine Vielzahl von Arbeitsfeldern. Hauptaufgabe ist jedoch immer der partizipatorische Aufbau einer Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat (EJVD), wie in der Ordnung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in der EKHN vorgesehen ist.
Jugendliche lernen hierbei, sich selbst zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und Projekte entsprechend umzusetzen (s. JugO-EKHN 250, § 5).
Die Aufgaben der EJVD als Träger der evangelischen Jugendarbeit und die DekanatsjugendreferentInnen als Geschäftsführer sind in der Jugendordnung wie folgt benannt:
Die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat befasst sich mit allen Angelegenheiten der Arbeit mit und von Kindern und Jugendlichen auf Dekanatsebene.Sie berät die Dekanatssynode und den Dekanatssynodalvorstand in allen Fragen junger Menschen und ihrer Familien.
Sie plant und koordiniert die laufende Arbeit mit und von Kindern und Jugendlichen im Dekanat.
Sie nimmt den jährlichen Arbeitsbericht der Dekanatsjugendreferentin/des Dekanatsjugendreferenten entgegen.
Sie verwaltet die für die Arbeit mit und von Kindern und Jugendlichen bereitgestellten Sachmittel und Räume im Rahmen der Beschlüsse des Dekanatssynodalvorstandes. Sie verteilt die zweckgebundenen kirchlichen und staatlichen Zuschüsse und macht Vorschläge bei der Haushaltsplanaufstellung.
Sie wirkt mit bei Anstellung und Berufung der Dekanatsjugendreferentin/des Dekanatsjugendreferenten, der Dekanatsjugendpfarrerin/des Dekanatsjugendpfarrers und anderer hauptberuflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dekanatsbereich.
Sie arbeitet mit anderen Trägern und Arbeitsgemeinschaften der Jugendhilfe (Stadt- bzw. Kreisjugendring) sowie mit den Schulen zusammen.Sie wählt die Vertreterinnen/Vertreter in gemeindeübergreifenden und jugendverbandlichen Gremien (z.B. Landesjugenddelegiertentag).
Sie arbeitet in jugendpolitischen Belangen mit den Evangelischen Jugendvertretungen anderer Dekanate zusammen.
Sie nimmt Stellung zu kirchlichen und politischen Fragen der Jugendhilfe.
Die Evangelische Jugendvertretung handelt für den Jugendverband selbständig im Auftrag des Evangelischen Dekanats.


Als Problemanzeige sei genannt, dass der Aufbau einer Jugendvertretung zumeist unter der Schwachstelle des Delegationsprinzips von der Gemeinde hin zum Dekanat leidet, da in vielen Gemeinden der Blick eher nach innen gerichtet ist als auf die Dekanatsebene. Hierbei bedarf es einer neuen Kommunikationskultur, so konnten wir bei der Konzeptentwicklung die gute Erfahrung der Einbeziehung der evangelischen Jugendvertretung gewinnen. Dies sollte diskutiert und in die Überlegungen zur Revision der Jugendordnung bedacht und gegebenenfalls aufgenommen werden, um eine Nachheit der Arbeit zu gewährleisten.
2.4. Hauptberufliche Mitarbeitende
Laut derzeit geltendem Sollstellenplan stehen dem Dekanat Ingelheim 3 volle Gemeindepädagogenstellen zur Verfügung, die sich wie folgt aufteilen:
a) Gemeindepädagoge Tobias Albers-Heinemann: => Bereich Jugendarbeit
Vollstelle: 50/100 kirchenfinanziert, 50/100 fremdfinanziert durch Kommune:
- 0,5 % Kommune (Partenheim, Jugenheim, Stadecken-Elsheim), entsprechende Finanzierung
- 0,5 % Kirche (Partenheim, Jugenheim, Stadecken-Elsheim, Dekanat)
Finanzierung: 0,15 % Stadecken-Elsheim
0,10 % Jugenheim
0,10 % Partenheim
0,20 % Dekanat
b) Dekanatsjugendreferentin Stephanie Breideband: => Bereich Jugendarbeit
66/100 kirchenfinanziert;
c) Gemeindepädagogin Marlies Dautermann: => Bereich Seniorenarbeit
50/100 kirchenfinanziert;
d) Dekanatsjugendbildungsreferent Volker Heuser: => Bereich Jugendarbeit
Vollstelle: 78/100 kirchenfinanziert, 22/100 fremdfinanziert durch Landkreis;Die Finanzierung erfolgte bis zum Jahre 2003 mit 50 % aus dem Landkreis, 33 % durch das Dekanat und 17 % aus Mitteln des Stellenergänzungsfonds.
Seit 01.01.03 wird lediglich der Festbetrag in Höhe von 12.000,- € von dem Landkreis Mainz-Bingen übernommen.

Daraus ergibt sich für das Dekanat ein z. Zt. unbesetztes Stellenkontingent von 56/100.
Aus dem neuen Sollstellenplan, der derzeit noch nicht in Kraft ist, wird sich vermutlich eine Veränderung ergeben. Die AG und alle betroffenen Haupt- und Ehrenamtliche und der DSV werden dann gemeinsam überlegen, wie ein möglicherweise erhöhter Sollstellenplan und das noch freie Stellenkontingent gestaltet werden können.

Zu a) Herr Tobias Albers-Heinemann
Die regionale Anbindung dieser Gemeindepädagogenstelle basiert auf der erfolgreichen Kooperation von Kirchen- und Kommunalgemeinden (Stadecken-Elsheim, Partenheim, Jugenheim) zur Finanzierung einer gemeinsamen Stelle im Bereich Jugendarbeit und wird seit ihrer Übertragung im Jahr 2004 in Dekanatsverantwortung fortgeführt. Ein 10/100 Dekanatsanteil dieser Stelle ergibt sich einerseits aus der Netzwerkarbeit mit dem Dekanatsjugendbüro (gemeinsame Freizeiten, Projekte, Schulungen Ehrenamtlicher, etc), andrerseits durch Aktionen und Kooperationen mit der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, zu der auch die an der Stelle beteiligten Kommunalgemeinden gehören.

Zu b) Frau Stephanie Breideband:
Mit ihrem Dienstbeginn im April 2005 erfolgte eine erneute Bestandsaufnahme der Gemeinden im Rahmen ihrer „Kennenlern-Tour“ durch das Dekanat.
Neben der Konfirmandenarbeit und der Evangelischen Jugendvertretung, deren Geschäftsführung Frau Breideband obliegt, bilden vor allem die Qualifizierung der Mitarbeitenden und die schulbezogene Jugendbildungsarbeit mit den sog. Orientierungstagen, sowie spirituelle Angebote die Schwerpunkte ihrer Arbeit.
Zu c) Frau Marlies Dautermann
Die Seniorenarbeit im Dekanat liegt in der gemeindepädagogischen Verantwortung von Frau Dautermann, wobei 20/50 dem gesamten Dekanat zu Gute kommen, 30/50 direkt in der Gemeinde Nieder-Olm implementiert sind.
Zu d) Herr Volker Heuser
Neben der Qualifizierung der Mitarbeitenden, der schulbezogenen Jugendbildungsarbeit (Orientierungstage) und den Kinderkulturprojekten liegt der Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der jugendpolitischen Arbeit, der Interessenvertretung und der Netzwerkbildung zu kirchlichen und nichtkirchlichen Vertretern und Organisationen der Jugendarbeit.

3. Prioritätenbildung
Mit Blick auf die vergangenen Jahre im Evangelischen Dekanat Ingelheim lassen sich hinsichtlich der Gestaltung von Kinder- und Jugendarbeit Entwicklungen benennen, die für eine Schwerpunktverlagerung einzelner Tätigkeitsfelder in Zukunft sprechen. Beispielhaft seien hier die Freizeiten genannt: Das Thema „Freizeiten“, ein Grundpfeiler evangelischer Jugendarbeit scheint ins Wanken zu geraten. Seit zwei bis drei Jahren nehmen wir aus Sicht der Jugendarbeit eine rückläufige Tendenz bei Anmeldungen für Ferienfreizeiten wahr, was noch nicht auf dem demografischen Faktor des Geburtenrückgangs basiert.
Allgemeine Kostensteigerungen, Angebotsvielfalt und sinkende Nachfrage lassen im Grunde nur die Schlussfolgerung zu, dieses zudem finanziell risikoträchtige Feld künftig nicht mehr zu bewirtschaften. Gleichzeitig verschließen wir uns damit eine der Hauptquellen ehrenamtlichen Engagements, aus der zahlreiche junge Mitarbeitende gewonnen werden konnten. In Ermangelung eines Ersatzfeldes kann unsere mittelfristige Planung daher nur lauten, bei Freizeiten ein jüngeres Klientel (Kids, Teens) zu bedienen und durch Projektarbeit und Aktionen langfristig zu binden, bis eine Ausbildung in Grund- und Aufbaukursen für Ehrenamtliche ab 14 Jahren ansetzen kann.
Als prioritäre Punkte künftiger Jugendarbeit im Dekanat werden genannt:
- Gewinnung, Begleitung und Betreuung Ehrenamtlicher; Grund-/Aufbaukurse
- Schulnahe Jugendbildungsarbeit: Orientierungstage
- EJVD/Förderung der Partizipation
- Spirituelle Angebote: Kindergottesdienst, Jugendarbeit, Liturgische Nächte,
Projektarbeit
- jugendpolitische Gremienarbeit/ Interessenvertretung Evangelischer Jugendarbeit
- Konfirmandenarbeit

4. Planung und Ausblick der Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim
Für die Planung wünschen wir uns, dass die Jugendarbeit exemplarischen und aufbauenden Charakter haben soll und jede Region des Dekanates erreicht.
Ein entwicklungsfähiger Bereich ist die Zusammenarbeit mit den Schulen, auch aufgrund der Sondersituation in Rheinland-Pfalz bezüglich der Ganztagsschulen, die in der Region verstärkt umgesetzt werden. Da gilt es zu fragen, wie Kirche sich in den Schulangeboten zukünftig positionieren kann. Hier könnte sich auch eine Gestaltungsmöglichkeit bei dem zu erwartenden erhöhten Sollstellenplan für das Dekanat ergeben.
Bei der Umsetzung des demnächst wirksamen Sollstellenplanes könnte bei der Besetzung einer befristeten Stelle auch ausschlaggebend sein, inwieweit die Gemeinde oder Region schon Konzepte erarbeitet hat.
Wie stellen wir uns die Dekanatsjugendarbeit in den nächsten beiden Jahren vor?
Zum genuinen Bestandteil der Jugendarbeit gehört die Entwicklung und permanente Veränderung. Darum ist es für die Konzeptentwicklung unabänderlich zu überprüfen und zu reflektieren, eine regelmäßige Bestandsaufnahme zu erstellen und die Kontakte weiterhin zu pflegen und zu intensivieren, wie z.B. Anbindung an die Regionalkonvente des Dekanates. Hier können Begegnungsmöglichkeiten und –räume für Haupt- und Ehrenamtliche geschaffen werden, um tragfähige Netzwerke zu bilden, sich über Erfahrungen auszutauschen und somit Synergieeffekte entstehen. Als ein konkretes Beispiel für solche Synergieeffekte seien die Freizeiten im Dekanat genannt, bei denen sich die Hauptamtlichen in Planung, Organisation und Durchführung gegenseitig unterstützen und begleiten.
Unabdingbar ist die Förderung und Stärkung der Kommunikation der Verantwortlichen in der Jugendarbeit in den Gemeinden, der Region und mit dem Dekanat.
Für die Zukunft stellt sich die wichtige Frage, wie die Jugendvertretung im Dekanat stärker bekannt gemacht werden kann, damit der partizipatorische Ansatz auch immer wieder in den unterschiedlichsten Fragen und Gesprächen ermöglicht wird. Als Beispiel sei hier die Integration der evangelischen Jugendvertretung in die Konzeptentwicklung genannt, die leider nicht in der Jugendordnung explizit aufgenommen ist.
Eine Herausforderung sehen wir in der bereits erwähnten veränderten Kommunikationskultur, was sich in den unterschiedlichsten Bereichen widerspiegelt, z. B. dass Anmeldungen für Freizeiten kurzfristig eingehen, so dass eine Planungsunsicherheit für die Verantwortlichen entsteht.
In der Erstellung dieses Konzeptes für die Jugendarbeit im evangelischen Dekanat Ingelheim wurde der Wandel in der Jugendarbeit als genuiner Bestandteil erkennbar. Dieser ist charakteristisch für eine lebendige Konzeption, in der die Dynamik der Jugendarbeit erlebbar und erfahrbar wird.
Diese positiv wirkende Dynamik wünschen wir uns für die Jugendarbeit im Dekanat, denn schließlich ereignet sich Kinder- und Jugendarbeit „im Spannungsfeld des Evangeliums von Jesus Christus und der Situation von Kindern und Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft“ (Präambel der Jugendordnung).

Anhang kann im Dekanat eingesehen werden.
Tätigkeitsbericht 2005
Auflistung der Arbeitsschwerpunkte 2005
Bestandsaufnahme und Rückmeldungen