Der vorliegende Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010 bezieht sich auf die Arbeitsbereiche des Jugendbildungsreferenten Volker Heuser und der Dekanatsjugendreferentin Stephie Breideband. Wie auch in den Jahren zuvor wurde im Team gearbeitet, auch wenn unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte zum Tragen kamen. Die außerschulische Jugendbildungsarbeit, die sich in vielfältigen Formen und Angeboten niederschlägt, bildete im Berichtszeitraum den grundlegenden Arbeitsschwerpunkt.
Der besseren Lesbarkeit wegen sind alle Formulierungen in der männlichen bzw. neutralen Form gewählt.

1. Schulnahe Jugendarbeit

Als eine Form der außerschulischen, schulnahen Jugendarbeit bildet das Angebot sog. Orientierungstage für Schüler der Klassenstufen 8-10 aller Schultypen sowie für Fachschulklassen der Berufsschulen ein wichtiges Angebot.
Die langjährige Kooperation mit dem Sebastian-Münster-Gymnasiums wurde von Seiten der Schule in den vergangenen beiden Jahren nicht weitergeführt, da die Schule dieses Angebot mit eigenen Lehrkräften gestalten kann. Dieser Arbeitsschwerpunkt von Stephie Breideband entfiel im Berichtzeitraum, wobei Kooperationen mit Schulen immer wieder Thema sind und beispielsweise durch Vertretungsdienste im Religionsunterricht partiell realisiert wurden. Vor kurzem hat das Sebastian-Münster-Gymnasiums über den Schulseelsorger Johannes Münden wegen Unterstützung bei ihren Orientierungstagen angefragt.

Die Berufsbildenden Schule Ingelheim hat seit 2008 auch die Berufsvorbereitungsklassen BVJ in diesen Maßnahmekatalog eingeschlossen, die wir nun vorrangig vor den Berufsfachschulklassen bedienen. Vor allem der Förderung des Klassenzusammenhaltes und dem Wahrnehmen und Respektieren von Grenzen gilt hier das Hauptaugenmerk. Nicht zuletzt sollen sich die Schülerinnen und Schüler über ihre Stärken und Schwächen bewusst werden, damit die eigene Lebensführung und Lebensplanung bewältigt werden kann.
2010 wurden drei Maßnahmen mit je zwei Veranstaltungstagen geplant und durchgeführt, allerdings bleibt abzuwarten, ob die Finanzierung künftig noch derlei Maßnahmen zulässt, denn eine kurzfristige Richtlinienänderung beim Kirchlichen Jugendplan stellt dies in Frage.
In vergangenen Jahren wurden solche Maßnahmen mit Hilfe von neben- oder ehrenamtlichen Teamern durchgeführt, wobei deren Qualifizierungsbedarf entsprechend zu berücksichtigen war. Gegenwärtig ist dies nicht mehr möglich. Im Zuge der Studienreform und der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat eine Verschulung des Studiums eingesetzt, die es Studenten nicht mehr erlaubt, zugunsten von studienrelevanten, praktischen Erfahrungen ein oder zwei Tage dem Semesterbetrieb fernzubleiben. Einerseits dienen damit Orientierungstage kaum noch als Praxisfeld informellen Lernens, andererseits bedarf es bei der Durchführung der Orientierungstage häufiger der Unterstützung von Fachreferenten, was einen deutlichen Kostenschub verursacht.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass wir auch die Entwicklungen zur Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz im Blick haben. Eine ständige Arbeitsgruppe unter unsrer Mitwirkung behandelt Fragen der schulbezogenen Jugendarbeit und berücksichtigt in diesem Zusammenhang die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Ganztagsschule. Im Kontext der Fortschreibung der Konzeption des Gemeindepädagogischen Dienstes im Evangelischen Dekanat Ingelheim findet dieser Punkt weiterhin Beachtung.

2. Beratung, Begleitung und Qualifizierung von Mitarbeitern

Der gemeindepädagogische Dienst arbeitet grundlegend in personalen Bezügen. Die Beziehungsarbeit mit ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern in ihrer Funktion als Multiplikatoren für die Jugendarbeit ist von zentraler Bedeutung.

Diese persönlichen Kontakte sind unabdingbar für gelingende Qualifizierung, Beratung und Begleitung. Daher gehören Grund- und Aufbaukurse zu den Grundsäulen der konzeptionellen Arbeit, wobei die Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung auch im Jahr 2010 genutzt wurden.

Die Juleica-Schulung (Gruppenleitergrundkurs) startete Anfang März mit 15 Teilnehmern, vorwiegend aus dem Binger Raum. Es war eine tolle Gruppe und alle Absolventen haben im Spätsommer den Kurs erfolgreich abschlossen. Wiederholt waren auch ehemalige Grundkursabsolventen an der Durchführung beteiligt.

Die alljährliche Mitarbeiteraufbauschulung „MASCH“ fand auch 2010 wieder für die Ehrenamtlichen aus der Propstei Rheinhessen statt. 35 Personen kamen im Oktober für ein Wochenende im Otto-Riethmüller-Haus in Weidenthal/Pfalz zusammen, um sich weiter zu qualifizieren. Wie in jedem Jahr wird das Konzept an die Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst. Ein facettenreiches Programm von kreativ bis spirituell bietet jede Menge Hilfreiches für die praktische Arbeit vor Ort. Immer wieder gerne angenommen ist der Kochworkshop, geleitet von der Fachhauswirtschaftlerin Maya Kröger. Ihr gelingt es stets vortrefflich, Vollwertkochen attraktiv und schmackhaft zu gestalten. Die Teilnehmer setzen dies dann auch gekonnt in ihren Maßnahmen um und tragen dadurch zu einer ausgewogenen, regionalen und saisonalen Ernährung bei. Gerade Ernähung und der bewusste Umgang mit Nahrungsmittel ist ein grundlegendes Thema auf Freizeiten.

Neben festen Aus- und Weiterbildungsangeboten beraten, begleiten und unterstützen wir Menschen und Gremien das ganze Jahr über bei Fragen rund um das Thema Kinder- und Jugendarbeit. Die persönliche Beziehungsarbeit macht den wesentlichen Teil der Arbeit aus. Fragen zur Mittelbeschaffung, Materialausleihe oder konzeptionelle Hilfestellung rund um das Thema Partizipation von Kindern und Jugendlichen sind meistens der Grund für einen ersten Kontakt. Diesen jedoch dauerhaft auszubauen braucht Zeit, Ausdauer, Behutsamkeit und Flexibilität sich auf neue Situationen einzustellen. So nehmen Ehrenamtliche immer wieder positiv wahr, dass sie persönliche Geburtstagspost bekommen.
Viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter wollen sich gezielt nur bei bestimmten Projekten einbinden lassen. Unser Bemühen ist jedoch, über das Jahr hinweg den Kontakt zu halten. Die Besuche, bei denen Ehrenamtliche „mal schnell vorbeikommen“ und die Gespräche zwischen „Tür und Angel“ sind deshalb ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Bei diesen Begegnungen zeigt sich, wie wichtig die seelsorgerliche Begleitung und der kontinuierliche Kontakt sind.
Das Dekanatsjugendbüro wird somit nicht nur als Servicestelle für Material und Informationen genutzt, sondern auch als Beratungsstelle für fast alle Fragen des Lebens.

Unter dem Qualifizierungsaspekt bietet das Evangelische Dekanatsjugendbüro immer wieder jungen Menschen Gelegenheit, das Berufsfeld Kinder- und Jugendarbeit als Praktikant kennen zu lernen und gegebenenfalls eigene Ideen zu verwirklichen. Diese Möglichkeit wird zumeist von Schülern der Klassenstufen 8-10 ergriffen und dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Im Berichtszeitraum nutzten zwei Tagespraktikanten diese Möglichkeit.



3. Allgemeine Bildungsangebote

Jugendlichen und Erwachsenen werden im Jahresablauf verschiedene übergemeindliche und kreisweite Bildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen und Sachfragen der Kinder- und Jugendarbeit angeboten. Dazu gehörte z.B. das Angebot von dezentralen Informationsveranstaltungen zu Förderungsmöglichkeiten auf Kreis- und Landesebene und allgemeinen Fragen der Kinder- und Jugendarbeit, ebenso die Beratungsgespräche in Gremien (z.B. Kirchenvorstände).

Im Weiteren gibt es Anfragen zur Durchführung von Seminaren zur politischen Bildung, wobei neben den Orientierungstagen vor allem das Angebot mehrtägiger Maßnahmen von gemeindlichen Jugend- und Konfirmandengruppen genutzt wird.
Konfirmandenseminare, die in vielen Kirchengemeinden zum festen Jahresturnus gehören, werden – wie z.B. in Heidesheim – seit mehreren Jahren begleitet. Ziel ist es vor allem, Jugendlichen aufgrund des Evangeliums tragfähige Lebensperspektiven zu vermitteln.

Anlässlich der Vakanz in der Kirchengemeinde Essenheim wurden wir beauftragt, den Konfirmandenjahrgang in Essenheim bis zur Konfirmation zu begleiten. Die regelmäßige Arbeit mit der sehr lebhaften Gruppe von 27 jungen Menschen hat einiges an Zeit und manchmal auch an Nerven gekostet.

An dieser Stelle erwähnen wir nur das mittlerweile bekannte „Rhoihesse-Adventure“, dass 2010 mit 75 Teilnehmern erfolgreich verlief. Bilder und nähere Informationen können unter www.rhoihesse-adventure.de eingesehen werden.

Eine Kooperation mit der Johanneskirchengemeinde in Bingen beim Familienwochenende zum Thema „Streiten will gelernt sein“ findet auch 2010 mit Stephie Breideband statt. Die Mitwirkung an dieser Maßnahme bietet die Möglichkeit, mit Kindern intensiver in Kontakt zu kommen und ihnen den Einstieg in die Kinder- und Jugendarbeit in Gemeinde und Dekanat zu erleichtern. Sie brauchen den persönlichen Kontakt, um an Angeboten außerhalb ihres vertrauten Raumes teilzunehmen.
Konzeptionell müssen wir darauf schauen, Übergänge von einer Altersgruppe in die nächste, aber auch von Gemeinde- auf Dekanatsebene besser zu gestalten, damit motivierte Menschen dabei bleiben. Beziehungsarbeit muss auch hier im Fokus stehen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Begleitung der Ehrenamtlichen, die bei diesem Projekt geschult werden.

Eine Nacht der Lichter nach dem Vorbild von Taizé fand im Frühjahr in der Binger Johanneskirche im Rahmen des Jubiläums statt. In der Christuskirche in Bingen ist diese Veranstaltung im Herbst eines Jahres mittlerweile gute Tradition geworden. Die Vorbereitung und Durchführung wird von einem festen Team routiniert durchgeführt. Auch die Besucherzahlen sind konstant bei 180-200 Besuchern.

Unter dem Titel „Go(o)d days & nights“ feierten ca. 5000 zumeist junge Menschen den 5. Jugendkirchentag der EKHN in Mainz. Mit einem eigenen Programmbeitrag wirkte die Evangelische Jugend im Dekanat Ingelheim an dieser Großveranstaltung mit, die gut besucht und toll organisiert war.

Wie in den Jahren zuvor hat Stephie Breideband versucht, alle Konfirmandengruppen des Dekanates ein Mal zu besuchen. Diese Besuche sind zum einen gute Tradition geworden, zum anderen ermöglichen sie einen ersten Kontakt mit dem Dekanatsjugendbüro. D.h., dass die Jugendlichen die konkrete Arbeit und die Person der Dekanatsjugendreferentin kennen lernen, aber auch die Chance haben sich einzubringen und die Angebote wahrzunehmen.



4. Angebote zur Bildung und Förderung von
Sozialkompetenz

Das Angebot von Ferienfreizeitmaßnahmen stellt einen wichtigen Teil sozialer und auch gemeindepädagogischer Arbeit dar. Alltägliche Handlungen, wie das tägliche Zähneputzen, das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten und vieles mehr, sind heute nicht mehr flächendeckend als eigenständiges Handeln von Kindern und Jugendlichen zu erwarten. In der Problematik, dass junge Menschen durch zunehmenden TV- und PC-Konsum nur noch schwer gesellschaftsfähig sind und zunehmend der häuslichen Verinselung anheim fallen, wird die soziale Schere zwischen Reich und Arm immer deutlicher.
Sicherlich gibt es Familien, denen unsere Angebote in diesem Bereich so wichtig sind, dass sie für sich z.B. auf neue Kleidung verzichten. Andere Familien fallen jedoch so aus dem Sozialen Netz, dass sie nicht mal mehr finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen. Diese Zielgruppe wird bewusst in den Blick genommen und auch auf Möglichkeiten der Bezuschussung hingewiesen. Die Inanspruchnahme ist den Familien oft peinlich und sie bitten um die Wahrung der Anonymität. In all dem wird deutlich, dass das exakte Rechnen mit dem verfügbaren Budget gegenwärtig eine entscheidende Rolle spielt.

Als Erstversuch einer Loslösung vom Elternhaus werden die sog. „Schnupperwochenenden“ für 6-9 Jährige gerne angenommen, die im Frühjahr und Herbst des Jahres jeweils dreitägig stattfinden und von Volker Heuser verantwortet werden. Dahinter steht der Versuch, Beteiligung und Kontinuität im Wachstumsprozess zu integrieren mit dem Ziel, längerfristige Anknüpfungspunkte zu schaffen und der Ex-und-Hopp-Mentalität nicht zusätzlich Vorschub zu leisten.
Bei den genannten Maßnahmen lässt sich aber auch eine negative gesellschaftliche Entwicklung beobachten: Kinder erscheinen in zunehmenden Maße als unselbständig, alltägliche Handlungsabläufe können nicht mehr vorausgesetzt werden. So z.B. gibt es acht- und neunjährige Kinder, die weder die Uhr korrekt lesen noch ihre Morgentoilette selbständig verrichten können, Bettnässer im Grundschulalter sind keine Seltenheit. Der Grad der Selbstorganisation schwindet, die Zahl der Bedürftigen aber steigt drastisch an. Oft sind Eltern mit ihrer Rolle überfordert und werden ihrer vordringlichsten Aufgabe der Erziehung nicht mehr gerecht. Die Anforderungen an Jugendgruppenleiter konzentrieren sich ganz stark auf das Begründen und Überwachen von Regelwerken, aus dem ursprünglichen Auftrag zur sozialen Bildung ist eine harte Knochenarbeit geworden, die Ehrenamtliche an ihre Grenzen bringt.

Eine Ferienfreizeit für 9-13 Jährige Kinder führte in den Osterferien nach Hochstätten-Dhaun im Hunsrück, in den Sommerferien war für die gleiche Altersklasse Zelten und Kanufahren an der Lahn angesagt.

Bei den Maßnahmen handelt es sich jeweils um eine Teilnehmerzahl von ca. 18-20 Personen, die als Gruppe überschaubar bleibt und damit ein gutes Trainingsfeld für jüngere ehrenamtliche Mitarbeiter z.B. Grundkursabsolventen bietet.
Es sind alles Selbstversorgermaßnahmen, bei denen Betreuer und Teilnehmer gemeinsam für Essensplanung und –Zubereitung verantwortlich sind. Aus pädagogischer Sicht erachten wir dies für sinnvoller als „All inclusive“, außerdem versuchen wir damit die Kosten für die Teilnehmer erschwinglich zu gestalten.

Bei der Kinder-Zeltfreizeit handelte es sich mit Ausnahme zweier Betreuerinnen unbeabsichtigt um eine reine Jungengruppe, was eine eigene Dynamik hatte, aber von allen als gute Erfahrung gewertet wurde. Vielleicht sollte man das ein oder andere Angebot geschlechtsspezifisch konzipieren.

Das Angebot einer viertägigen Kanuschulung am Glan im Mai des Jahres trainierte die jugendlichen Teilnehmer im Umgang mit Kajak und Kanadiern. Neben der richtigen Handhabung des Equipments war vor allem Ausdauer und Kooperation gefordert. Speziell das Kanu fahren als erlebnispädagogische Maßnahme bietet einen gewissen Reiz für alle Altersgruppen, gleichzeitig ist die Handhabung relativ einfach und schnell erlernbar.

Die Teeniefreizeit hat sich mittlerweile zu einer guten Tradition entwickelt. Deutlich werden bei diesem Angebot 2 wichtige Anforderungen an unsere Arbeit. Zum einen die sinkende Verbindlichkeit der Teilnehmer und deren Eltern, was z. Bsp. das Anmeldeverhalten und damit auch die Zahlungsmoral angeht.
Ein 2. wichtiger Aspekt ist der gestiegene Betreuungsaufwand. Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, teilweise aus Heim- oder Pflegegruppen oder mit Handicap werden ohne weiteren Kommentar und Hinweis auf besondere Betreuungsumstände bei uns angemeldet. Für das gesamte Gruppengefüge ist es dann eine Herausforderung, zu einer Gemeinschaft zu werden.
Dieses Angebot ist für uns und auch die Vorsitzenden der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, da er die Menschen erreicht, die sonst kaum eine Chance haben.

Neben diesen Angeboten und Maßnahmen zur sozialen Bildung ist es immer wieder Aufgabe, auf diverse Anfragen Hilfestellung jeglicher Form als Unterstützung zu gewähren, unter anderem bei rechtlich-organisatorischen Fragen, der Berechnung und Antragsstellung von Zuschüssen, Konzeptentwicklung usw.
Im Jahr 2010 waren wir in den Niederlanden mit einem Team aus verschiedenen Dekanaten, da Ehrenamtliche immer mehr zeitlich gebunden sind. Diese Kooperation ist überaus positiv gewesen und wird deshalb im nächsten Jahr in ähnlicher Zusammensetzung in Dänemark erneut stattfinden. In diesem Jahr konnten wir mit 16Teilnehmern fahren. Für das nächste Jahr haben wir ein größeres Haus gebucht. Wir wollen jedoch die Fahrt auch weiterhin mit Kleinbussen organisieren, um auch vor Ort flexibler zu bleiben und die Kosten so gering wie möglich zu halten.



5. Jugendpolitische Arbeit und Gremienarbeit

Als Vorsitzender im Kreisjugendring und den damit verbundenen Arbeitsschwerpunkten gilt das Engagement von Volker Heuser der Interessenvertretung von Vereinen und Verbänden unter dem Aspekt demokratischen Handelns als Bildungsziel. Ein Thema ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch geeignete Partizipationsprojekte der Mitgliedsverbände, ein anderes die Fortschreibung des Jugendhilfeplanes und der Förderrichtlinien im Landkreis Mainz-Bingen. Damit verbunden ist die Mitarbeit in den Kreisgremien, dem Jugendhilfeausschuss und seinen Arbeitsgruppen AG Jugendarbeit und AG Partizipation. Die Problemlagen von Kindern und Jugendlichen unter den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen müssen immer wieder neu zwischen Fachkräften und Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft kommuniziert werden, wozu im Jahresturnus wiederkehrende Gesprächsrunden organisiert werden (z.B. Fraktionsgespräche etc.).



Neben diesen Kreisgremien ist die innerverbandliche Beteiligung gegeben durch die Mitarbeit im Vorstand der AG der Ev. Jugend in Rheinhessen und Nassau e.V. und in der regionalen Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugendreferenten in Rheinhessen (Reg-AG) mit Anbindung an den Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit im Zentrum Bildung der EKHN in Darmstadt. Fachtage, Konferenzen, Fortbildungen und Zusammenkünfte zum kollegialen Austausch werden auf dieser Ebene gewährleistet und regelmäßig wahrgenommen.

Als Form der verbandlichen Partizipation hat die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat Ingelheim EJVD einen ehrenamtlich geleiteten Vorstand, wobei die Aufgabe der Geschäftsführung den Dekanatsjugendreferenten obliegt. Zwei Vollversammlungen im Jahr und mehrere Sitzungen des geschäftsführenden Ausschusses und des Vorstandes werden organisiert, die Aufträge des Vorstandes entsprechend umgesetzt. Hierzu kommt die Teilnahme an zwei mehrtägige Konferenzen der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau EJHN, die zugleich Vollversammlung aller Delegierten aus den Dekanaten und Regional-Geschäftsführer-Konferenz sind.

Als Delegierter arbeitet Volker Heuser zudem in der Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in Rheinland-Pfalz aej-RLP mit.

Auf der Dekanats- und der Propsteiebene Rheinhessen wirken die Jugendreferenten mit bei je einem Gesprächskreis, der sich mit Konzeptionsentwicklung unter den veränderten Bedingungen in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt und Fachkräfte sowie Menschen mit Leitungsfunktion in den Dekanaten an einen Tisch versammelt.
So z.B. beschäftigt sich der Gemeindepädagogische Ausschuss des Dekanates an der Fortschreibung des Konzeptes zum Gemeindepädagogischen Dienst und der damit verbundenen Stellenbesetzungen.

In einigen Bereichen wurde deutlich, dass die Stelle von Tobias Albers-Heinemann ab Sommer unbesetzt war. Neben den beiden halben Stellen, die in der Region Bingen und den sog. Bergdörfern ausgeschrieben sind, fiel hier ein starker Partner vor allem für den Gruppenleitergrundkurs aus. Der Gemeindepädagogische Dienst hat damit 2 volle Stellen unbesetzt, was auch im Alltagsgeschäft bemerkbar ist. Immer wieder erreichen uns Anfragen z. B. zur KU- und RU-Vertretung, die wir auch auf Grund des nicht vollen Stellendeputates von Stephie Breideband leider nicht annehmen können

Zu den weiteren Dienstobliegenheiten gehört auch die Teilnahme an Dekanatsveranstaltungen und –Konferenzen, die Koordination von Arbeitstreffen unter Mitwirkung einzelner Gemeinden, das Erstellen und Verteilen von Veranstaltungshinweisen etc..





6. Teilnahme an Fortbildungsangeboten

Die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugendreferenten in Rheinhessen (Reg-AG) trifft sich regelmäßig zu Jahresbeginn zu einer zweitägigen Klausurtagung, bei der die gemeinsame Arbeitsweise überprüft und fortgeschrieben wird. Gemeinsame entwickelte, rheinhessenweite Kooperationsideen finden in weiteren 6-8 Reg-AG-Sitzungen eine Fortführung.Auch die zweitägige Jahresstarttagung der hauptberuflichen Fachkräfte in der Jugendarbeit im Landkreis MZ-Bi (AGHA) wurde von beiden Hauptberuflichen besucht. Hier stellen Referenten aktuelle Themen der Kinder- und Jugendarbeit, wie z.B. Armut von Kindern und Jugendlichen vor und zeigen mögliche Projekte und Verhaltensmaßnahmen auf. Aus den regelmäßigen Arbeitssitzungen der Beteiligten erwachsen letztlich auch immer neue Kooperationsveranstaltungen und Projekte z.B. Rhoihesse-Adventure, gemeinsame Homepage des KJR und Kreisjugendpflege, Fortbildungsangebote zur Gesundheitserziehung:„ tut gut“, u.a.
Stephie Breideband nahm zudem an den Fachberatungstagen des Zentrums Bildung teil.

7. Ausblick

Die Arbeitsschwerpunkte für 2011 sind gesetzt, wobei Beziehungsarbeit und dadurch Gewinnung, Ausbildung und Betreuung ehrenamtlicher Mitarbeiter, Förderung der Partizipation, sozialpolitische sowie kulturpädagogische und spirituelle Angebote die Schwerpunkte bilden.

Schulbezogene Jugendbildungsarbeit wird ein Arbeitsschwerpunkt von Volker Heuser in der Kooperation mit der BBS bleiben, sofern die Finanzierung gesichert ist. Stephie Breideband wird dieses Arbeitsfeld gegebenenfalls punktuell begleiten.
Die Planung hinsichtlich der Freizeiten, Grundkurstermine und Aktionen für 2011 sind angelaufen. Auch eine Nacht der offenen Kirchen ist im kommende Jahr beabsichtigt. Die Evangelische Jugend im Dekanat wird einen Programmbeitrag dazu leisten.

Obwohl das Dekanats-Konfi-Camp zwar durchweg positiv bewertet wurde, konnte für 2010 kein gemeinsamer Termin zur Durchführung gefunden werden. Generell ist nun zu überdenken, wie es mit diesem Projekt weitergehen kann, zumal von Seiten des DSV eine Fortführung des Projektes befürwortet wurde.

Zur Einbindung der neuen Kollegen im Gemeindepädagogischen Dienst haben bereits erste Gespräche und Terminierungen stattgefunden, wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Für Rückfragen und Gespräche sowie Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung.











Stephie Breideband Volker Heuser